Kartoffelbauern in Bayern kämpfen mit Trockenheit und Pflanzenkrankheiten
Die Kartoffelernte 2026 fällt in Bayern durch Hitze, Trockenheit und Krankheitsbefall unterdurchschnittlich aus; Landwirtschaftsministerin Kaniber kündigte Unterstützung durch Forschung und bürokratische Erleichterungen an.
Bayern baut auf knapp 37.500 Hektar Kartoffeln an und zählt damit zu Deutschlands wichtigsten Anbaugebieten. Die Branche erwirtschaftet jährlich rund 300 Millionen Euro direkt und nahezu eine Milliarde Euro entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Herausfordernde Bedingungen
Die diesjährige Ernte verlangt den Betrieben viel ab. Trockenheit, hohe Temperaturen und fehlende Niederschläge haben regional zu unterdurchschnittlichen Erträgen geführt. Nach dem Rekortertrag 2025 mit schwachen Preisen verschärft sich die wirtschaftliche Lage vieler Höfe. Zwar sind die Kartoffelpreise zuletzt leicht gestiegen, reichen aber noch nicht zur grundlegenden Entspannung.
Zusätzlich belastet zwei Pflanzenkrankheiten: Stolbur und das Syndrom des niedrigen Zuckergehalts (SBR) können Ernteverluste bis zu 50 Prozent verursachen. Bayern investiert rund zwei Millionen Euro in Forschungsprojekte und plant bürokratische Erleichterungen beim Fruchtfolgeanbau, etwa den Verzicht auf Winterbegrünung nach Kartoffeln.
Weitere Unterstützung erfolgt durch Förderung von Mehrgefahrenversicherungen gegen Wetterextreme und Forschung an über 40 Projekten im Zentrum für Trockenlagen in Schwarzenau.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Mitteilung vom 26. August 2026.