Bundespolizei warnt vor Gefahren auf Bahngelände in den Sommerferien
Die Bundespolizei appelliert zum Ferienstart an Jugendliche und Eltern, Bahngelände nicht als Abenteuerspielplatz zu nutzen – die Gefahren durch Züge und Oberleitungen sind lebensgefährlich.
Besonders zum Ferienstart warnt die Bundespolizeiinspektion Rosenheim vor tödlichen Risiken, die von Bahnflächen ausgehen. Weder Kletteraktionen auf Waggons noch Selfies im Bahnbereich oder Aufenthalte auf abgestellten Zügen sind mit vertretbarem Risiko verbunden.
Extreme physikalische Gefahren
Moderne Züge fahren sehr leise und nähern sich oft unbemerkt. Bei einer Geschwindigkeit von etwa 100 Kilometern pro Stunde benötigen Züge bis zu einem Kilometer Bremsweg und können nicht ausweichen. Oberleitungen führen bis zu 15.000 Volt und können bereits aus 1,5 bis 2 Metern Entfernung tödliche Spannungsüberschläge auslösen – auch ohne direkte Berührung.
Fallbeispiel aus der Region
Ende Mai 2026 wurde ein 18-Jähriger in Prien am Chiemsee von einem Stromschlag aus einer Oberleitung getroffen, als er auf einen Güterzug stieg. Er erlitt schwerstgradige Verbrennungen und lebensbedrohliche innere Organverletzungen, unter denen er dauerhaft leidet.
Die Bundespolizei fordert Eltern auf, ihre Kinder in den Ferien explizit vor dem Aufenthalt im Gleisbereich zu warnen.
Quelle: Pressestelle Bundespolizeiinspektion Rosenheim, Mitteilung vom 29.07.2026