Bayerns Ernährungsministerin lehnt geplante Zuckersteuer ab
Michaela Kaniber kritisiert Pläne des Bundes für eine Getränkesteuer, die auch zuckerfreie Produkte treffen könnte.
Bayerns Ernährungsministerin Michaela Kaniber hat sich gegen neue Pläne des Bundesfinanzministeriums für eine Zuckergetränkesteuer ausgesprochen. Nach den diskutierten Eckpunkten sollen nicht nur zuckerhaltige Erfrischungsgetränke besteuert werden, sondern auch Fruchtnektare, Milchmischgetränke, Pflanzendrinks und Getränke mit Süßungsmitteln.
Kaniber begründet ihre Ablehnung damit, dass eine Steuer auf zuckerfreie Getränke schwer zu vermitteln sei. Zudem kritisiert sie, dass die Steuer ausdrücklich auch der Generierung zusätzlicher Bundeseinnahmen dienen soll. "Gesundheitspolitik darf nicht zum Vorwand für eine neue, möglichst breit angelegte Verbrauchsteuer werden. Am Ende zahlen die Verbraucherinnen und Verbraucher die Zeche", wird sie zitiert.
Bayerns Alternativweg
Bayern setzt nach Auskunft des Ministeriums stattdessen auf Ernährungsbildung, Prävention und freiwillige Zuckerreduktion zusammen mit der Wirtschaft. Eine 2024 veröffentlichte Bayerische Ernährungsstudie zeige, dass der Konsum von Erfrischungsgetränken im Vergleich zu vor 20 Jahren um 30 Prozent gesunken sei.
Quelle: Pressestelle Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Mitteilung vom 25.08.2026.