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VerkehrMünchen

26.08., 12:30

Bayern kritisiert zunehmende Störungen im Schienenpersonennahverkehr

Bayerns Verkehrsminister beklagt eine starke Zunahme von Langsamfahrstellen und Streckensperrungen: Auf 45 Linien ist derzeit kein regulärer Fahrplan möglich.

Im bayerischen Schienenpersonennahverkehr verschärft sich die Lage auf den Schienen. Wie das Bayerische Landesportal berichtet, ist die Zahl der Langsamfahrstellen im Freistaat im letzten Halbjahr von 100 auf etwa 120 gestiegen. Zusammen mit mängelbedingten Streckensperrungen können auf 45 Linien aktuell keine regulären Fahrpläne gefahren werden.

Minister fordert Masterplan von der Deutschen Bahn
Verkehrsminister Christian Bernreiter hat deshalb einen Brandbrief an den Vorstand der DB InfraGO AG gerichtet. Der Minister kritisiert, dass die Sanierung von Hochleistungskorridoren nicht zu Lasten des Flächenverkehrs gehen dürfe. Er fordert die Deutsche Bahn auf, einen Masterplan vorzulegen, wie die Langsamfahrstellen zügig abgebaut werden können.
Besonders betroffen sind Strecken rund um München und Augsburg, darunter die Verbindungen München–Mühldorf, München–Mittenwald und München–Ingolstadt. Auch Fahrgäste der S2 und S4 der S-Bahn München sind von Beeinträchtigungen betroffen.

Bernreiter weist darauf hin, dass Bayern jährlich über 900 Millionen Euro Trassenentgelte zahle und damit der größte Finanzgeber für die Instandhaltung sei. Die DB InfraGO AG verfüge aber über zu wenig Großgeräte und Personal, um Schäden zeitnah zu beheben. Ein Notfahrplan zwischen München und dem Allgäu soll nach aktuellem Stand bis mindestens Mitte Dezember 2026 fortgesetzt werden.

Quelle: Bayerisches Landesportal, Pressemitteilung vom 25. August 2026

03.08., 13:00

Expressbuslinie X910 bis Geltendorf erweitert – Fahrgastzahlen steigen

Die Expressbuslinie X910 verbindet seit Dezember 2025 Geltendorf mit München und wird stark genutzt – im neuen Abschnitt Landsberg haben sich die Fahrgastzahlen mehr als verdoppelt.

Die Expressbuslinie X910 verbindet Gewerbegebiete, Unternehmen und S-Bahn-, U-Bahn- sowie Regionalbahn-Knoten zwischen den Landkreisen Landsberg am Lech und Starnberg bis in die Stadt München. Seit der Linienerweiterung im Dezember 2025 startet die Linie am S-Bahnhof Geltendorf.

Insgesamt werden zwischen Geltendorf und Klinikum Großhadern 26 Haltestellen angefahren. Die Busse verkehren täglich im 60-Minuten-Takt. Montag bis Freitag fahren sie von 05:07 bis 22:07 Uhr, samstags von 05:07 bis 21:07 Uhr und sonntags von 07:07 bis 18:07 Uhr.

Positive Entwicklung bei Fahrgastzahlen

Seit der Erweiterung ist eine deutliche Steigerung der Nutzung zu verzeichnen: Die Fahrgastzahlen auf der gesamten Strecke stiegen um rund 7,6 Prozent. Im neuen Abschnitt Landkreis Landsberg vervierfachten sie sich zwischen Januar und Juni 2026. Die Linie X910 wird vom Freistaat Bayern als landesbedeutsame Buslinie gefördert.

Quelle: Pressestelle Landkreis Landsberg, Mitteilung vom 3. August 2026.

31.07., 12:00

Ostallgäu und Kaufbeuren treten 2027 dem Münchner Verkehrsverbund bei

Der Landkreis Ostallgäu und die Stadt Kaufbeuren werden zum 1. Januar 2027 in den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) aufgenommen.

Die MVV-Gesellschafter beschlossen am 9. Juli 2026 die Aufnahme beider Kommunen als vierte Erweiterungswelle des Verbundraums. Damit wächst das MVV-Gebiet auf etwa 14.950 Quadratkilometer und gewinnt rund 190.000 Einwohner aus 46 Kommunen hinzu. Insgesamt werden dann 4,35 Millionen Menschen vom einheitlichen Tarif- und Ticketsystem profitieren.

Vereinheitlichung und Fahrgastvorteile
Ab Jahresanfang 2027 gelten in Kaufbeuren und dem Ostallgäu die gleichen Tarife und Fahrkarten wie im bisherigen MVV-Verbund. Fahrgäste benötigen künftig für verschiedene Verkehrsmittel und Zonen nur noch ein Ticket. Die Fahrplanauskunft über die MVV-Webseite und App wird die Routen und Preise verbundweit ermitteln. Das Ticketing erfolgt zunehmend digital über die MVV-App, der Gang zum Automaten entfällt.

Der Freistaat unterstützt die Vorbereitung mit bis zu einer Million Euro für Grundlagenstudien und fördert zudem Investitionen sowie Einnahmeverluste der Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Quelle: Pressestelle Landkreis Landsberg, Mitteilung vom 10. Juli 2026

31.07., 12:00

Deutsche Bahn richtet Busersatzverkehr zwischen Landshut und Passau ein

Von Juni bis Dezember 2026 fährt die Deutsche Bahn auf der Strecke Landshut–Passau teilweise Busse statt Züge, weil Bahnstrecken saniert werden.

Wegen der Korridorsanierung Obertraubling–Passau wird ab 14. Juni 2026 ein Ersatzverkehrskonzept mit Bussen zwischen Landshut und Passau umgesetzt. Die Maßnahme dauert bis 12. Dezember 2026. Der Bahnhof Plattling wird in diesem Zeitraum ganz oder teilweise gesperrt sein.

Drei Phasen der Umstellung

Von 14. Juni bis 10. Juli verkehrt stündlich Ersatzverkehr mit Bussen ohne Zwischenhalt (Linie Bus RE 3) sowie mit allen Unterwegshalten (Linie Bus RB 3) zwischen Landshut und Passau. Vom 11. Juli bis 20. September fährt der Zug RE 3 an Wochentagen bis Dingolfing, am Wochenende bis Plattling. In den Lücken fahren alle zwei Stunden Busse; zwischen Landshut und Plattling entsteht so insgesamt wieder ein Stundentakt. Ab 20. September bis 12. Dezember fahren Züge wieder bis Plattling, danach folgt stündlicher Busersatzverkehr bis Passau.

Reisende finden aktuelle Fahrtinformationen unter bahn.de und auf der Seite zum Ersatzverkehr Obertraubling–Passau.

Quelle: Deutsche Bahn, Mitteilung vom 12. Mai 2026.

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