30.08., 12:30
München ist einer von neun Pilotstandorten für das Bund-Länder-Projekt "G24", das Unternehmensgründungen beschleunigen soll – ab sofort können Einzelunternehmen Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung über einen digitalen Kombiantrag zentral beantragen.
Das neue Verfahren ermöglicht es, mehrere behördliche Prozesse über eine Plattform zusammengefasst einzuleiten. Gründerinnen und Gründer müssen ihre Daten künftig nur einmal eingeben statt mehrfach bei verschiedenen Stellen. Unter gruenden.gov.de ist der digitale Kombiantrag bereits erreichbar.
Neben München gehören Husum, Hamburg, Goslar, Aachen, Düsseldorf, Dresden, Fulda mit Petersberg und Mannheim zu den neun Pilotstandorten bundesweit. Die Freischaltung erfolgt schrittweise, sobald die technischen Voraussetzungen erfüllt sind.
Perspektive: Automatisierte Standardfälle
Bund und Länder bereiten derzeit ein Gründungsbeschleunigungsgesetz vor, um Gründungsprozesse weiter zu automatisieren. Das Ziel: Unternehmensgründungen sollen in geeigneten Standardfällen künftig innerhalb von 24 Stunden möglich sein. Dazu gehören einheitliche Datenschnittstellen, automatisierte Registerabfragen und eine gemeinsame Backend-Infrastruktur.
Quelle: Pressestelle Bayerisches Landesportal, Mitteilung vom 25. August 2026.
28.08., 12:30
München ist einer von neun Pilotstandorten für das Bund-Länder-Projekt G24, das Unternehmensgründungen über einen digitalen Kombiantrag vereinfachen soll.
Ab sofort können Einzelunternehmen ihre Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung zentral über eine einzige Plattform einreichen. Der neue digitale Kombiantrag ist über gruenden.gov.de erreichbar und wird an den neun Pilotstandorten schrittweise freigeschaltet.
Das Projekt verbindet zwei bisherige Initiativen: die Initiative "Schneller Gründen" des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung sowie das Projekt "Gründen in 24 Stunden". Neben München gehören Husum, Hamburg, Goslar, Aachen, Düsseldorf, Dresden, Fulda mit Petersberg sowie Mannheim zu den Pilotstandorten.
Weitere Digitalisierungsschritte geplant
Bund und Länder arbeiten parallel an weiteren Verbesserungen: einheitliche Datenstandards, automatisierte Registerabfragen und eine gemeinsame Backend-Infrastruktur. Das geplante Gründungsbeschleunigungsgesetz soll langfristig ermöglichen, dass Unternehmensgründungen in Standardfällen vollautomatisiert und damit deutlich schneller ablaufen.
Quelle: Bayerisches Landesportal, Mitteilung vom 26. August 2026.
28.08., 12:30
Die Arbeitslosenquote in Bayern ist im August 2026 um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent angewachsen. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht Unternehmen beim Einstellen zögerlich.
Die Arbeitslosenquote in Bayern liegt im August 2026 bei 4,3 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte höher als im Juli. Allerdings bleibt der Wert deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 6,5 Prozent. In den bayerischen Regierungsbezirken schwanken die Quoten zwischen 3,9 Prozent in Schwaben und 4,9 Prozent in Mittelfranken.
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht die Entwicklung kritisch: "Die Konjunktur zieht zwar wieder leicht an. Aber der Arbeitsmarkt ist nicht mehr so verlässlich wie in den Vorjahren." Viele Unternehmen hielten sich mit Neueinstellungen zurück, sagte Aiwanger. Selbst Menschen mit guter Ausbildung hätten wachsende Schwierigkeiten bei der Jobsuche.
Aiwanger fordert von der Bundesregierung bessere Bedingungen für Investitionen und Beschäftigung. Dazu zählt er nach eigener Aussage Senkungen bei Lohnnebenkosten, Energiekosten und Steuern sowie Bürokratieabbau und die Abschaffung der CO2-Steuer.
Quelle: Pressestelle Bayerisches Landesportal, Mitteilung vom 27. August 2026.
22.08., 01:00
Bayern hat im ersten Halbjahr 2026 Exporte im Wert von 117,3 Milliarden Euro verbucht — ein Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das Handelsvolumen Bayerns belief sich in der ersten Jahreshälfte 2026 auf insgesamt 236,5 Milliarden Euro. Neben den genannten Exporten betrugen die Importe 119,2 Milliarden Euro. Besonders kräftig wuchsen die Ausfuhren in EU-Länder: Sie stiegen um 9,5 Prozent. Zuwächse verzeichnete Bayern unter anderem bei den Abnehmerländern Polen, Österreich, Tschechien, Frankreich, Italien, Ungarn und Spanien.
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger deutete die Steigerung als Zeichen von Stabilität trotz anhaltender geopolitischer Herausforderungen. Rückgänge auf dem US-Markt seien durch Erfolge in anderen Regionen ausgeglichen worden. Er kündigte an, dass er und Staatssekretär Tobias Gotthardt mit Wirtschaftsdelegationen weiterhin internationale Handelspartner besuchen wollen. Ende Oktober 2026 plant Aiwanger eine Reise nach Polen, um sich über bayerische Unternehmensaktivitäten dort zu informieren.
Ein besonderer Erfolg ist die Umwandlung des traditionellen Handelsdefizits mit Polen in einen Überschuss im ersten Halbjahr 2026.
Quelle: Bayerisches Landesportal, Pressestelle des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, Mitteilung vom 20. August 2026.
19.08., 20:18
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger lehnt die seit 12. August geltende EU-Verpackungsverordnung als zu bürokratisch ab.
Die neue EU-Verpackungsverordnung ist seit dem 12. August in Kraft. Unternehmen müssen die Vorgaben bereits umsetzen, obwohl wichtige Detailregelungen noch ausstehen.
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger kritisiert die Regelung scharf. Das Ziel von weniger Verpackungsmüll und mehr Recycling sei zwar richtig, doch die EU habe daraus ein "Bürokratiemonster" gemacht. Besonders kleine Betriebe würden durch Nachweise, Dokumentationspflichten und Konformitätserklärungen belastet.
Nach Angaben des Ministers müssen Unternehmen, die europaweit verkaufen, sich im schlechtesten Fall mit 27 Meldesystemen auseinandersetzen. Kleine Versandhändler müssten in jedem EU-Land einen Bevollmächtigten vor Ort haben. Dies sei für viele Betriebe nicht umsetzbar, so Aiwanger.
Bayern hatte sich nach eigenen Angaben frühzeitig um praxisgerechte Vorgaben bemüht und dabei Ausnahmen für bestimmte Kartonverpackungen erreicht.
Quelle: Pressestelle Bayerisches Landesportal, Mitteilung vom 18. August 2026.
19.08., 19:08
Die meisten staatlichen Kantinen in Bayern beziehen bereits mindestens die Hälfte ihrer Lebensmittel aus regionaler oder ökologischer Erzeugung — ein Jahr vor der Zielvorgabe.
Von 91 bewirtschafteten staatlichen Kantinen in Bayern erfüllen 82 die Vorgabe, mindestens 50 Prozent ihrer Lebensmittel aus regionaler und ökologischer Erzeugung zu beziehen. Die Bayerische Staatsregierung hatte sich dieses Ziel 2020 gesetzt. Im Jahr 2023 erreichten erst 64 Prozent der Kantinen diese Quote, 2024 dann 81 Prozent.
Täglich versorgen die Kantinen mehr als 15.500 Gäste — vom kleineren Betrieb mit etwa 50 Mahlzeiten bis zu großen Einrichtungen mit über 1.000 Mahlzeiten pro Tag. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber würdigte die Leistung und verwies darauf, dass die Kantinen dies trotz steigender Kosten, Personalengpässen und schwankenden Gästezahlen erreicht hätten.
Unterstützung durch das Ministerium
Die hohe Quote an regionalen und ökologischen Lebensmitteln stärkt lokale Wertschöpfungsketten und schafft verlässliche Absatzmöglichkeiten für Landwirtschaftsbetriebe. Das Landwirtschaftsministerium begleitet die Kantinen mit Beratung, Vernetzungsveranstaltungen und praktischer Unterstützung bei der Beschaffung regionaler Produkte.
Quelle: Pressestelle Bayerisches Landesministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Mitteilung vom 14. August 2026.
19.08., 19:08
Angesichts der anhaltenden Dürre ermöglicht Bayern Landwirten, zusätzliche Flächen zur Futtergewinnung zu nutzen – auch auf sonst geschützten Flächen.
Das Bayerische Landwirtschaftsministerium hat wegen der Futterknappheit durch Trockenheit neue Regelungen eingeführt. Freiwillige Brachen dürfen künftig zur Futtergewinnung genutzt werden, ebenso Flächen in Öko-Regelungen, dem Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) und dem Vertragsnaturschutz. Nutzen Betriebe diese Flächen zur Futtergewinnung, entfällt allerdings die jeweilige Förderprämie.
Ausnahmen für Bio-Betriebe und Feldvogelinseln
Bei Feldvogelinseln besteht eine Sonderregelung: Wird der Aufwuchs nach dem 15. August geerntet, kann die Förderung weiterhin gewährt werden. Ökologische Betriebe erhalten zusätzliche Erleichterungen und dürfen ab sofort Gründüngungsflächen und Körnermaisflächen als Silomais zur Fütterung nutzen. Vor der Nutzung von Förderflächen sollen Betriebe Kontakt mit dem zuständigen Landwirtschaftsamt aufnehmen.
Das Ministerium stellt zudem fachliche Beratung bereit. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft hat bereits Fachinformationen zu Notreife bei Mais veröffentlicht und will weitere Handlungsempfehlungen folgen lassen. Bayern hatte die Futterversorgungslage bereits als Katastrophenfall im Sinne europäischen Öko-Rechts anerkannt.
Quelle: Bayerisches Landwirtschaftsministerium, Mitteilung vom 13. August 2026
09.08., 01:30
Wegen anhaltender Dürre und Futtermangels hat Bayern eine befristete Ausnahmeregelung für Biobetriebe geschaffen, die konventionelles Rau- und Feldfutter zukaufen dürfen.
Dürre und Hitze führen in Bayern zu deutlichen Engpässen bei der Grundfutterversorgung. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus hat die mangelhafte Versorgungslage deshalb als Katastrophenfall im Sinne des europäischen Öko-Rechts anerkannt. Dies ermöglicht Bio-Betrieben unter bestimmten Bedingungen, konventionelles Rau- und Feldfutter wie Heu oder Silage zuzukaufen.
Bedingungen und Grenzen
Die Ausnahmen beschränken sich auf Rau- und Feldfutter. Kraftfuttermittel müssen weiterhin aus ökologischer Produktion stammen. Betroffene Betriebe müssen nachweisen, dass gleichwertiges Bio-Grundfutter am Markt nicht verfügbar ist. Die Landesanstalt für Landwirtschaft bearbeitet entsprechende Anträge.
Die Niederschläge von März bis Juli 2026 lagen in Bayern deutlich unter dem Durchschnitt, kombiniert mit hohen Temperaturen und kaltem Frühjahrsstart. Die Regelung gilt ohne regionale Einschränkung, längstens für 12 Monate. Das Ministerium empfiehlt Betrieben, auch mit ihren Bioverständen und Abnehmern Rücksprache zu halten.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Mitteilung vom 7. August 2026.
03.08., 13:30
Zum UN-Jahr der Landwirtin 2026 stellt das Bayerische Landwirtschaftsministerium sieben Betriebsleiterinnen in den Fokus und zeigt ihre Rolle in der modernen Landwirtschaft.
Das Bayerische Landwirtschaftsministerium hat sieben Filmporträts veröffentlicht, in denen neun Frauen und ihre Höfe porträtiert werden. Die Porträts sollen die Vielfalt und Bedeutung von Betriebsleiterinnen im Freistaat sichtbar machen.
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber betont, dass Frauen in der Landwirtschaft frische Perspektiven und Innovationen bringen. Laut einer Bäuerinnenstudie des Freistaats führen Frauen formal nur neun Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe eigenverantwortlich. In der Praxis seien sie jedoch häufig die treibende Kraft auf den Höfen – verantwortlich für Buchhaltung, Tierhaltung, Familie und Haushalt sowie strategische Entscheidungen.
Viele Frauen bauen zusätzliche Betriebszweige auf wie Direktvermarktung, Urlaub auf dem Bauernhof oder Bauernhofgastronomie. Diese Diversifizierung eröffnet neue Marktchancen und erhöht die Wertschöpfung pro Fläche.
Quelle: Bayerisches Landesportal, Mitteilung vom 31. Juli 2026.
01.08., 01:30
Bayern setzt sein Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) im kommenden Jahr ohne Änderungen fort und bietet Landwirten damit Planungssicherheit.
Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat angekündigt, dass alle KULAP-Maßnahmen aus dem Jahr 2026 unverändert zur Neubeantragung angeboten werden. Die Antragstellung zu den Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) 2027 findet Anfang des kommenden Jahres online statt.
Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums nehmen derzeit über 60.000 Landwirte an dem Programm teil – mehr als jeder zweite Landwirt in Bayern. Ein Großteil der KULAP-Maßnahmen sei produktionsintegriert gestaltet: Landwirtschaftliche Flächen dienen demnach sowohl der Nahrungsmittelproduktion als auch dem Boden-, Gewässer- und Klimaschutz sowie der Steigerung der Biodiversität.
Für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen stehen in diesem Jahr über 300 Millionen Euro an EU-, Bundes- und Landesmitteln bereit.
Quelle: Bayerisches Landesportal, Pressestelle Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Mitteilung vom 31. Juli 2026.
31.07., 12:00
Der Bund hat entschieden, dass Bayern Sitzland des deutschen Hubs für Magnetfusionsforschung wird. Der Hub soll um das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching entstehen.
Der Freistaat Bayern wird zum Standort des deutschen Hubs für Magnetfusionsforschung im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland. Die Entscheidung wurde vom Bund in Abstimmung mit den Ländern getroffen. Der Hub konzentriert sich auf das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching bei München mit einem weiteren Standort in Gundremmingen.
Neben dem Magnetfusions-Hub entstehen zwei weitere Fusionshubs: einer für Laserfusion an den Standorten Hamburg und Biblis, ein dritter für Brennstoffkreisläufe und Materialentwicklung rund um das KIT Karlsruhe. Alle drei Hubs werden in der ersten Phase mit bis zu 125 Millionen Euro gefördert. Die Hubs sollen Start-ups, Wissenschaftseinrichtungen und führende Unternehmen zusammenbringen und den Transfer von Forschungsergebnissen in die Industrie beschleunigen.
Investitionen und Projekte
Bayern stellt für den geplanten Demo-Reaktor "Alpha" bis zu 400 Millionen Euro bereit. Das Start-up Proxima Fusion plant eine Magnetfabrik mit bis zu 1.000 Arbeitsplätzen. Ein Fusions-Demokraftwerk "Stellaris" ist in Gundremmingen vorgesehen. Zudem sollen an bayerischen Hochschulen neue Lehrstühle und Nachwuchsforschungsgruppen zur Fusionswissenschaft entstehen.
Quelle: Pressestelle des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, Mitteilung vom 28.07.2026.
31.07., 12:00
Der Landkreis Pfaffenhofen sucht Unternehmen für die Teilnahme an Ausbildungskompass und Ausbildungsmesse – Anmeldeschluss ist der 25. April.
Der Ausbildungskompass wird seit 2018 im Landkreis Pfaffenhofen herausgegeben. Verantwortlich ist das Kommunalunternehmen Strukturentwicklung LKR Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS) in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, der Handwerkskammer für München und Oberbayern (HWK), der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern (IHK) sowie der Kreishandwerkerschaft.
Betriebe, die sich an der Ausbildungsmesse beteiligen oder im Ausbildungskompass präsent sein möchten, können sich noch bis zum 25. April anmelden.
Quelle: Pressestelle Landkreis Pfaffenhofen, Mitteilung vom 19. März 2025.