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BlaulichtRosenheim

28.08., 01:00

Drei gesuchte Männer bei Grenzkontrolle an A93 gestellt

Bei Kontrollen an der Autobahn 93 bei Kiefersfelden hat die Bundespolizei drei Männer mit Haftbefehlen entdeckt — nur einer musste ins Gefängnis.

An der Grenzkontrrollstelle auf der A93 bei Kiefersfelden hat die Bundespolizei am Mittwoch (26. August) drei gesuchte Männer aus dem Ausland überprüft und dabei Haftbefehle gegen sie festgestellt.

Ein 23-jähriger Rumäne musste in Haft. Das Erlangener Amtsgericht hatte gegen ihn wegen Körperverletzung einen Strafbefehl über 7.500 Euro erlassen. Da er das Geld nicht zahlen konnte, ordnete die Bundespolizei einen 75-tägigen Haftaufenthalt an. Der Mann wurde in die Justizvollzugsanstalt Bernau gebracht.

Ein 32-jähriger Ungar dagegen durfte weitereisen. Das Amtsgericht Passau forderte von ihm seit April 2025 eine Geldstrafe von 1.200 Euro wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Der Mann bat seine Freundin telefonisch um Hilfe, die den Betrag bei einem Polizeirevier in Frankfurt am Main einzahlte.

Ein 51-jähriger Bulgare konnte ebenfalls die Reise fortsetzen, obwohl zwei Justizbehörden nach ihm suchten. Er sollte 820 Euro aus einem Einbruchsdiebstahl abgeben, hatte aber nur 40 Cent dabei. Die Bundespolizei ermittelte seine neue Berliner Adresse und informierte die zuständigen Staatsanwaltschaften wegen laufender Betrugsverdachts-Ermittlungen.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Rosenheim, Mitteilung vom 27. August 2026

20.08., 13:30

Schwimmer von Biber gebissen – Gemeinde beantragt Entnahme

Im Waldsee in Schechen hat ein Biber einen Schwimmer gebissen – der erste bekannte Vorfall dieser Art im Landkreis Rosenheim.

Der Vorfall ereignete sich am Montagmorgen gegen 7 Uhr. Der Mann wurde zur Behandlung ins Klinikum Rosenheim gebracht. Noch am selben Vormittag fand eine Begehung am Waldsee statt, an der Vertreter der Gemeinde und ein Biberberater teilnahmen.

Hinweisschilder aufgestellt

Der Biberberater geht davon aus, dass das Tier seine Burg oder seinen Nachwuchs verteidigen wollte. Er empfahl, Hinweisschilder aufzustellen. Diese wurden am Mittwochmorgen angebracht und weisen Badegäste darauf hin, Abstand zur Biberburg zu halten und dass Biber sich bei Bedrohung verteidigen können.

Die Gemeinde Schechen sieht diese Maßnahme als unzureichend und beantragte beim Landratsamt Rosenheim die Entnahme des Bibers. Die Prüfung des Antrags durch die untere Naturschutzbehörde läuft. Da der Waldsee in einem besonders geschützten Gebiet liegt, ist auch die höhere Naturschutzbehörde der Regierung von Oberbayern eingebunden. Der See ist Teil des europaweiten Biotopverbunds Natura 2000.

Quelle: Pressestelle Landratsamt Rosenheim, Mitteilung vom 20. August 2026.

20.08., 13:00

Daxenfeuer-Verbot im Landkreis Rosenheim aufgehoben

Nach Regenfällen der vergangenen Tage dürfen Daxenfeuer im Landkreis Rosenheim wieder entzündet werden – der Kreisbrandrat warnt aber vor zu leichtsinniger Handhabung.

Das Verbot für Daxenfeuer ist durch das Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung aufgehoben worden. Grund sind die jüngsten Niederschläge, die die Brandgefahr-Indikatoren senken.

Kreisbrandrat Richard Schrank bittet die Bevölkerung dennoch zu besonderer Vorsicht auf. Die Böden seien trotz Regen durch die lange Hitzeperiode noch nicht ausreichend durchfeuchtet. Schwend- und Daxenfeuer sollten daher weiterhin nur dann entfacht werden, wenn dies notwendig ist.

Anmeldung über Online-Portal

Wer ein Daxenfeuer entzünden möchte, kann dieses über das Portal www.daxenfeuer.de bei der Integrierten Leitstelle Rosenheim anmelden. Dies dient dazu, unnötige Feuerwehr-Einsätze zu vermeiden – eine Genehmigung stellt die Anmeldung aber nicht dar.

Quelle: Pressestelle Landratsamt Rosenheim, Mitteilung vom 20. August 2026.

12.08., 12:30

Geschäftsführer wegen Zwangsarbeit und Ausbeutung verurteilt

Das Landgericht Traunstein hat einen 43-jährigen Unternehmer aus dem Landkreis Altötting zu drei Jahren neun Monaten Haft verurteilt. Er hatte georgische und ukrainische Arbeitskräfte illegal beschäftigt und ausgebeutet.

Das Landgericht Traunstein verurteilte den Mann am 22. April 2026 unter anderem wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung, illegalen Einschleusens von etwa 70 Arbeitskräften, Zwangsarbeit und Vorenthaltens von Arbeitsentgelt. Sein 36-jähriger Schwager erhielt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr zehn Monaten zur Bewährung.

Schlechte Bedingungen und gefälschte Dokumente

Der Haupttäter hatte zwischen 2017 und 2024 acht Unternehmen geführt, darunter drei im Landkreis Altötting und Taufkirchen. Die georgischen und ukrainischen Arbeitskräfte wurden mit gefälschten EU-Pässen eingeschleust und arbeiteten ohne gültige Arbeitserlaubnis. Der Unternehmer meldete sie nicht zur Sozialversicherung an, zahlte Löhne unter dem Mindestlohn und ließ sie täglich bis zu 14 Stunden an sieben Tagen pro Woche arbeiten. Die bereitgestellten Unterkünfte waren in schlechtem Zustand mit Ungeziefer- und Schimmelbefall; teilweise schliefen zwei Personen auf einer Matratze.

Zoll und Staatsanwaltschaft Traunstein deckten einen Schaden für die Sozialkassen von etwa 200.000 Euro auf. Vermögenswerte des Verurteilten im Wert von 180.000 Euro wurden gesichert. Die betroffenen Arbeiter wurden aus ihrer Zwangslage befreit und sind überwiegend in ihre Heimatländer zurückgekehrt.

Quelle: Pressestelle Hauptzollamt Rosenheim, Mitteilung vom 12. August 2026.

09.08., 02:30

Ersthelfer-App "Team Bayern" in Rosenheim und Miesbach gestartet

In Stadt und Landkreis Rosenheim sowie im Landkreis Miesbach ist am 31. Juli die Notfall-App "Team Bayern" in Betrieb gegangen, die geschulte Laien bei Reanimationsfällen alarmiert.

Die vom Bayerischen Roten Kreuz betriebene App verständigt Ersthelfer in der Nähe, wenn ein Herz- oder Kreislaufstillstand gemeldet wird. Sie wird parallel zum Rettungsdienst von der Integrierten Leitstelle Rosenheim ausgelöst. Ziel ist, die Zeit zwischen Notfall und Beginn der Wiederbelebung zu verkürzen und damit die Überlebenschancen zu erhöhen.

Beim offiziellen Start waren Rosenheims Landrat Otto Lederer, stellvertretender Landrat des Landkreises Miesbach Josef Bierschneider, Oberbürgermeister Abuzar Erdogan und BRK-Kreisvorsitzende Daniela Ludwig anwesend. Lederer betonte, dass in Deutschland jährlich über 130.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand erleiden. "Jede einzelne dieser Situationen ist ein Wettlauf gegen die Zeit", sagte er.

Breites Ersthelfernetz angestrebt

Die App funktioniert nur mit einem dichten Netz von aktivierten Ersthelfern. Alle Bürgerinnen und Bürger können sich die Anwendung kostenfrei herunterladen und sich nach erfolgreicher Aktivierung registrieren. Informationen zur App finden sich auf der Website des Bayerischen Roten Kreuzes.

Quelle: Pressestelle Landratsamt Rosenheim, Mitteilung vom 31. Juli 2026.

29.07., 12:30

Bundespolizei warnt vor Gefahren auf Bahngelände in den Sommerferien

Die Bundespolizei appelliert zum Ferienstart an Jugendliche und Eltern, Bahngelände nicht als Abenteuerspielplatz zu nutzen – die Gefahren durch Züge und Oberleitungen sind lebensgefährlich.

Besonders zum Ferienstart warnt die Bundespolizeiinspektion Rosenheim vor tödlichen Risiken, die von Bahnflächen ausgehen. Weder Kletteraktionen auf Waggons noch Selfies im Bahnbereich oder Aufenthalte auf abgestellten Zügen sind mit vertretbarem Risiko verbunden.

Extreme physikalische Gefahren

Moderne Züge fahren sehr leise und nähern sich oft unbemerkt. Bei einer Geschwindigkeit von etwa 100 Kilometern pro Stunde benötigen Züge bis zu einem Kilometer Bremsweg und können nicht ausweichen. Oberleitungen führen bis zu 15.000 Volt und können bereits aus 1,5 bis 2 Metern Entfernung tödliche Spannungsüberschläge auslösen – auch ohne direkte Berührung.

Fallbeispiel aus der Region

Ende Mai 2026 wurde ein 18-Jähriger in Prien am Chiemsee von einem Stromschlag aus einer Oberleitung getroffen, als er auf einen Güterzug stieg. Er erlitt schwerstgradige Verbrennungen und lebensbedrohliche innere Organverletzungen, unter denen er dauerhaft leidet.

Die Bundespolizei fordert Eltern auf, ihre Kinder in den Ferien explizit vor dem Aufenthalt im Gleisbereich zu warnen.

Quelle: Pressestelle Bundespolizeiinspektion Rosenheim, Mitteilung vom 29.07.2026

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