IHK: Kommunalsteuern in Bonn und Rhein-Sieg über Landesdurchschnitt
Die IHK Bonn/Rhein-Sieg hat eine Auswertung der Kommunalsteuern in der Region vorgelegt und warnt vor überdurchschnittlichen Belastungen für Unternehmen.
Unternehmen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis zahlen nach einer Analyse der IHK höhere Gewerbesteuern als vielerorts in anderen Regionen Nordrhein-Westfalens oder in anderen Bundesländern. Bei der Gewerbesteuer sind die Sätze in diesem Jahr weitgehend stabil geblieben — mit einer Ausnahme: Bornheim erhöhte den Hebesatz von 515 auf 520 Punkte.
Deutlicher sind die Anstiege bei der Grundsteuer B. Erhöhungen meldete die IHK für Bornheim (679 auf 725 Punkte), Meckenheim (895 auf 950), Neunkirchen-Seelscheid (870 auf 1088), Siegburg (790 auf 815), Swisttal (800 auf 840) und Troisdorf (535 auf 640). Bonn und Ruppichteroth führten einen einheitlichen Hebesatz für Gewerbe und Wohnen ein.
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille kritisierte, dass steigende Steuersätze keine Lösung für strukturelle Finanzprobleme der Kommunen seien. Sie erhöhten vielmehr das Risiko einer Abwanderung von Unternehmen — etwa ins benachbarte Rheinland-Pfalz mit niedrigeren Gewerbesteuerhebesätzen. Hille forderte Bund und Land auf, Kommunen durch Bürokratieabbau und Altschuldentilgung zu entlasten.
Quelle: Pressestelle IHK Bonn/Rhein-Sieg, Mitteilung vom 28. August 2026.