Ministerin Neubaur besucht Zukunftsprojekte im Rheinischen Revier
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur hat drei Innovationsprojekte in der Region besucht, die Arbeitsplätze in Halbleiter-, Papier- und Textilfertigung schaffen sollen.
Ministerin Mona Neubaur hat sich am Donnerstag, 27. August, drei Vorzeigeprojekte im Rheinischen Revier angesehen: die Halbleiter-Schmiede Element 3-5 GmbH in Baesweiler, die Modellfabrik Papier in Düren und die Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach.
Halbleiterproduktion mit niedrigerem Energiebedarf
Bei Element 3-5 wird ein neues Produktionsverfahren für Verbindungshalbleiter eingesetzt. Das sogenannte Niedertemperaturverfahren benötigt etwa 300 Grad Celsius statt über 1.000 Grad und spart damit erheblich Energie. Zudem werden weniger giftige Gase freigesetzt. Durch die Ansiedlung weiterer Unternehmen könnten mehrere hundert Arbeitsplätze entstehen.
Nachhaltigere Papierproduktion
Die Modellfabrik Papier in Düren vereint Wissenschaft und Industrie, um die Papierproduktion energieeffizienter und klimafreundlicher zu gestalten. An dem Projekt arbeiten 17 führende Unternehmen sowie mehrere Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammen. Bis 2045 soll der Energiebedarf um 80 Prozent sinken. Der Betrieb der Modellfabrik schafft rund 30 neue Arbeitsplätze vor Ort und trägt dazu bei, etwa 10.000 Arbeitsplätze im rheinischen Papiercluster langfristig zu sichern.
Intelligente Textilien und klimaneutrale Produktion
Die Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach entwickelt Technologien für eine klimaneutrale und kreislaufwirtschaftliche Textilfertigung. Im geplanten T7-Park können Textil- und Bekleidungshersteller unter klimaneutralen Bedingungen produzieren. Bis zu 3.000 Arbeitsplätze sollen dort langfristig entstehen.
Bund und Land unterstützen den Strukturwandel des Rheinischen Reviers mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Bislang sind 818 Projekte mit einem Fördervolumen von etwa 3,3 Milliarden Euro bewilligt.
Quelle: Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie Nordrhein-Westfalen, Mitteilung vom 27. August 2026