Waldbrandbekämpfung: 200 Einsatzkräfte üben im Wald Bickenbach
Feuerwehren, Polizei und weitere Einsatzkräfte aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg haben am 20. April eine großangelegte Waldbrandübung durchgeführt.
Am Vormittag des 20. April wurde eine Rauchentwicklung im Gemeindewald Bickenbach gemeldet. Die Zentrale Leitstelle Dieburg alarmierte daraufhin die Feuerwehren aus Bickenbach, Alsbach-Hähnlein und Seeheim-Jugenheim. Was folgte, war eine koordinierte Übung: Rund 200 Einsatzkräfte trainierten die Bekämpfung eines Waldbrandes. Der Rauch wurde dabei durch Pyrotechnik erzeugt, um Bodenfeuer zu simulieren.
Großes Aufgebot trainiert Zusammenarbeit
Neben den ersten Wehren unterstützten Feuerwehren aus Darmstadt, Pfungstadt, Griesheim, Zwingenberg, Bensheim, Gernsheim und Kleestadt die Übung. Ein Polizeihubschrauber war ebenfalls beteiligt und pumpte Wasser aus einem 35.000-Liter-Behälter im Christian-Stock-Stadion. Um 12.30 Uhr war das fiktive Feuer gelöscht.
Kreisbrandinspektor Matthias Maurer-Hardt benannte die Ziele: Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Einheiten, Ortskenntnisse im Wald, einsatztaktisches Wissen, Löschwasserversorgung und der Transport von Geräten im Gelände. Nach der Übung zog er eine positive Bilanz: "Es hat alles funktioniert. Die organisationsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, Bergwacht und Forstbehörden war gut."
Solche Übungen sind gesetzlich vorgeschrieben: Der Landkreis führt jährlich zwei Waldbrandübungen durch, wie ein Erlass des Hessischen Ministeriums vorsieht. Landrat Klaus Peter Schellhaas verwies auf die anhaltende Waldbrandgefahr und erinnerte an den Brand 2022 bei Münster, der auf rund 200.000 Quadratmeter wütete.
Quelle: Pressestelle Landkreis Darmstadt-Dieburg, Mitteilung vom 20. April 2026.