Sachsen präsentiert Wasserstoffprojekte auf Ostdeutschem Kongress
Sachsen wirbt für stärkere Zusammenarbeit beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Ostdeutschland. Der erste Ostdeutsche Wasserstoffkongress in Dresden zeigt konkrete Projekte wie das Dresdner Unternehmen Sunfire und das Hydrogen Innovation Center in Chemnitz.
Der 1. Ostdeutsche Wasserstoffkongress ist am 26. August 2026 im Internationalen Congress Center Dresden gestartet. Die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland und das Wasserstoffnetzwerk HYPOS e. V. bringen dort Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammen. Der Fokus liegt auf der gesamten Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über Speicherung und Transport bis zur industriellen Nutzung und Mobilität.
Staatssekretär Sebastian Scheel betont: Sachsen will bis 2030 eine Wasserstoffwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufbauen. Scheel sieht Wasserstoff nicht nur als Energiepolitik, sondern auch als Industrie-, Innovations- und Standortpolitik. "Der Wasserstoff-Hochlauf ist ein Thema weit über die sächsischen Landesgrenzen hinaus", sagt der Staatssekretär. Er fordert engere Zusammenarbeit zwischen den ostdeutschen Ländern.
Konkrete Projekte in Sachsen
Das Dresdner Unternehmen Sunfire zeigt als Erfolgsgeschichte, wie sächsische Technologie international Fuß fasst. Das Unternehmen stellte 2026 ein 50-Megawatt-Elektrolysesystem vor. In Chemnitz entsteht das Hydrogen Innovation Center (HIC) als nationales Zentrum für Wasserstofftechnologie. Hier können Start-ups und Unternehmen Wasserstofftechnologien unter realen Bedingungen testen. Zusätzlich bereitet Chemnitz die Anbindung an das geplante Wasserstoffkernnetz vor – bestehende Gasleitungen sollen auf Wasserstoff umgestellt werden.
Quelle: Medienservice Sachsen, Mitteilung vom 26. August 2026.