29.08., 13:30
Sachsen startet seine 6. Bio-Erlebnistage – bis 4. Oktober zeigen über 80 Veranstaltungen auf Biohöfen und in Verarbeitungsbetrieben, wie ökologische Landwirtschaft funktioniert.
Landwirtschaftsstaatssekretär Ulrich Menke hat die 6. Sächsischen Bio-Erlebnistage am 29. August auf Gut Gamig in Dohna eröffnet. Unter dem Motto »Bio genießen. Region erleben« laden Bio-Höfe, Verarbeitungsbetriebe, Hofläden und gastronomische Einrichtungen landesweit ihre Besucherinnen und Besucher ein, die Herkunft regionaler Bio-Lebensmittel zu entdecken.
In Sachsen wird Biolandbau auf über zehn Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche betrieben – mit steigender Tendenz. Bei Hoffesten, Betriebsrundgängen, Ernteaktionen und Verkostungen können Besucher erleben, welche Arbeit hinter einem Bio-Produkt steckt. Besonders an Wochenenden gibt es Angebote für Familien und Fachpublikum.
Menke überreichte Gut Gamig einen Fördermittelbescheid über rund 17.700 Euro für die Modernisierung einer Getreidesiloanlage. Die Veranstaltungsreihe läuft bis zum 4. Oktober. Eine Übersicht aller Veranstaltungen ist unter bioerlebnistage.sachsen.de abrufbar.
Quelle: Medienservice Sachsen, Mitteilung vom 29.08.2026.
27.08., 12:30
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur hat drei Innovationsprojekte in der Region besucht, die Arbeitsplätze in Halbleiter-, Papier- und Textilfertigung schaffen sollen.
Ministerin Mona Neubaur hat sich am Donnerstag, 27. August, drei Vorzeigeprojekte im Rheinischen Revier angesehen: die Halbleiter-Schmiede Element 3-5 GmbH in Baesweiler, die Modellfabrik Papier in Düren und die Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach.
Halbleiterproduktion mit niedrigerem Energiebedarf
Bei Element 3-5 wird ein neues Produktionsverfahren für Verbindungshalbleiter eingesetzt. Das sogenannte Niedertemperaturverfahren benötigt etwa 300 Grad Celsius statt über 1.000 Grad und spart damit erheblich Energie. Zudem werden weniger giftige Gase freigesetzt. Durch die Ansiedlung weiterer Unternehmen könnten mehrere hundert Arbeitsplätze entstehen.
Nachhaltigere Papierproduktion
Die Modellfabrik Papier in Düren vereint Wissenschaft und Industrie, um die Papierproduktion energieeffizienter und klimafreundlicher zu gestalten. An dem Projekt arbeiten 17 führende Unternehmen sowie mehrere Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammen. Bis 2045 soll der Energiebedarf um 80 Prozent sinken. Der Betrieb der Modellfabrik schafft rund 30 neue Arbeitsplätze vor Ort und trägt dazu bei, etwa 10.000 Arbeitsplätze im rheinischen Papiercluster langfristig zu sichern.
Intelligente Textilien und klimaneutrale Produktion
Die Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach entwickelt Technologien für eine klimaneutrale und kreislaufwirtschaftliche Textilfertigung. Im geplanten T7-Park können Textil- und Bekleidungshersteller unter klimaneutralen Bedingungen produzieren. Bis zu 3.000 Arbeitsplätze sollen dort langfristig entstehen.
Bund und Land unterstützen den Strukturwandel des Rheinischen Reviers mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Bislang sind 818 Projekte mit einem Fördervolumen von etwa 3,3 Milliarden Euro bewilligt.
Quelle: Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie Nordrhein-Westfalen, Mitteilung vom 27. August 2026
27.08., 01:30
Die Stadt Dresden hat nach einer Ausschreibung die KADUR Gruppe als Entwicklungspartner für zwei Grundstücke in der Löbtauer Straße ausgewählt.
Die Landeshauptstadt Dresden wird die Grundstücke Löbtauer Straße 31 und 64 gemeinsam mit der KADUR Gruppe entwickeln. Das Unternehmen setzte sich bei einer Konzeptausschreibung zum Jahresbeginn gegen andere Bewerber durch und reichte das beste Gebot ein.
Bei den Objekten handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Bettenhaus im Stadtteil Friedrichstadt. Weitere Details zur geplanten Entwicklung oder zum Zeitrahmen wurden in der Mitteilung nicht genannt.
Quelle: Online-Redaktion Dresden, Mitteilung vom 25. August 2026.
26.08., 12:30
Sachsen wirbt für stärkere Zusammenarbeit beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Ostdeutschland. Der erste Ostdeutsche Wasserstoffkongress in Dresden zeigt konkrete Projekte wie das Dresdner Unternehmen Sunfire und das Hydrogen Innovation Center in Chemnitz.
Der 1. Ostdeutsche Wasserstoffkongress ist am 26. August 2026 im Internationalen Congress Center Dresden gestartet. Die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland und das Wasserstoffnetzwerk HYPOS e. V. bringen dort Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammen. Der Fokus liegt auf der gesamten Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über Speicherung und Transport bis zur industriellen Nutzung und Mobilität.
Staatssekretär Sebastian Scheel betont: Sachsen will bis 2030 eine Wasserstoffwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufbauen. Scheel sieht Wasserstoff nicht nur als Energiepolitik, sondern auch als Industrie-, Innovations- und Standortpolitik. "Der Wasserstoff-Hochlauf ist ein Thema weit über die sächsischen Landesgrenzen hinaus", sagt der Staatssekretär. Er fordert engere Zusammenarbeit zwischen den ostdeutschen Ländern.
Konkrete Projekte in Sachsen
Das Dresdner Unternehmen Sunfire zeigt als Erfolgsgeschichte, wie sächsische Technologie international Fuß fasst. Das Unternehmen stellte 2026 ein 50-Megawatt-Elektrolysesystem vor. In Chemnitz entsteht das Hydrogen Innovation Center (HIC) als nationales Zentrum für Wasserstofftechnologie. Hier können Start-ups und Unternehmen Wasserstofftechnologien unter realen Bedingungen testen. Zusätzlich bereitet Chemnitz die Anbindung an das geplante Wasserstoffkernnetz vor – bestehende Gasleitungen sollen auf Wasserstoff umgestellt werden.
Quelle: Medienservice Sachsen, Mitteilung vom 26. August 2026.
25.08., 12:30
Die Bürgschaftsbank Sachsen hat die Bewerbungsphase für ihren Nachfolge-Preis abgeschlossen – so viele Unternehmen wie noch nie beteiligen sich in diesem Jahr.
76 sächsische Unternehmen konkurrieren in diesem Jahr um den Sächsischen Meilenstein 2026. Der Preis zeichnet seit 2011 Nachfolgerinnen und Nachfolger aus, die einen bestehenden Betrieb übernommen und weiterentwickelt haben. 102 Personen führen die bewerbenden Unternehmen – 74 Männer und 28 Frauen.
Erstmals konnten sich auch Außenstehende mit Kandidatenvorschlägen beteiligen. Die Bewerbungen verteilen sich regional auf den Großraum Dresden/Ostsachsen (33), Chemnitz/Südwestsachsen (26) und Leipzig/Nordsachsen (17). Branchenschwerpunkte sind das Handwerk mit 31 Betrieben, gefolgt von 21 Unternehmen aus anderen Bereichen wie Ingenieurswesen und Software-Entwicklung, 12 aus dem Handel und je 6 aus Gastronomie/Hotellerie sowie produzierendem Gewerbe.
Bewertung und Termine
Ein Projektteam der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden bewertet die Bewerbungen. Im Herbst 2026 stellen regionale Netzwerk-Events in Chemnitz (22. September), Leipzig (29. September) und Dresden (1. Oktober) die Nominierten vor. Die feierliche Preisverleihung findet am 3. November auf Schloss Albrechtsberg in Dresden statt.
Quelle: Pressestelle Bürgschaftsbank Sachsen / Medienservice Sachsen, Mitteilung vom 25. August 2026.
21.08., 12:30
Die Handwerkskammer Dresden und die Sächsische Energieagentur laden am 23. September 2026 zu einem Fachtag über energieeffiziente Gebäudesanierung ein.
Handwerker, Bauunternehmer, Energieberater und Bauplaner können sich beim 2. Fachtag Gebäudesanierung über moderne Bauteile und Baustoffe informieren. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit von Handwerkskammer Dresden und Sächsischer Energieagentur (SAENA) statt.
Im Mittelpunkt stehen die Rollen verschiedener Gewerke im Gesamtsystem eines Hauses. Experten beleuchten häufige Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen, mögliche Schnittstellen zwischen Gewerken und potenzielle Schadensrisiken. Neben Vorträgen und Diskussionen wird eine Fachausstellung mit Materialanbietern zur luftdichten Ebene und Gebäudedämmung angeboten.
Termin und Anmeldung
Der Fachtag findet am 23. September 2026 von 8:30 bis 15:30 Uhr im njumii-Veranstaltungszentrum der Handwerkskammer Dresden statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen nimmt die Handwerkskammer Dresden entgegen.
Quelle: Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH, Mitteilung vom 21. August 2026
19.08., 20:18
Die Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern in Sachsen begrüßen den Entwurf des Ersten Sächsischen Gesetzes zur Bürokratieentlastung und Staatsmodernisierung.
Die sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie die Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern haben sich positiv zum Referentenentwurf des Staatsmodernisierungsgesetzes (StaMo I) geäußert. Nach ihrer Einschätzung greift das geplante Gesetz zentrale Forderungen der Wirtschaft auf, insbesondere zum Abbau von Bürokratie und zur Digitalisierung von Verwaltungsverfahren.
Zentrale Punkte des Gesetzentwurfs
Die Kammern bewerten den umfassenden Ansatz des Gesetzes positiv. Dazu gehören der Abbau von Berichts-, Auskunfts- und Nachweispflichten, stärkere Digitalisierung von Verwaltungsverfahren, Vereinfachungen im Bau-, Wasser- und Umweltrecht sowie die Umsetzung des Once-Only-Prinzips. Besonders hervorgehoben werden die geplanten Regelungen zur Genehmigungsfiktion und Vollständigkeitsfiktion, die Verwaltungsverfahren beschleunigen könnten.
Die Kammern hatten ihre Positionen in den vergangenen Monaten intensiv in die Diskussionen eingebracht. Nach ihrer Aussage finden sich viele dieser Vorschläge im vorliegenden Entwurf wieder. Sie sehen das Gesetz als Auftakt für einen längerfristigen Modernisierungsprozess und fordern weitere Reformschritte, etwa Bürokratiechecks für neue Regelungen und Vereinfachungen bei Unternehmensgründungen.
Quelle: Pressestelle IHK zu Leipzig, Mitteilung vom 18. August 2026.
03.08., 13:00
Die Stadt Dresden lädt Newcomer ein, sich mit handgefertigten oder innovativen Produkten für den 592. Dresdner Striezelmarkt zu bewerben.
Kreative Nachwuchshändlerinnen und -händler aus der Region können ihre Produkte kostenfrei auf dem ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands präsentieren. Markterfahrung ist nicht erforderlich.
Gesucht werden Verkäufer mit handgefertigten, originellen oder innovativen Angeboten. Interessierte können sich bei der Landeshauptstadt Dresden bewerben und ihre Ideen auf dem Striezelmarkt 2026 vorstellen.
Quelle: Online-Redaktion der Landeshauptstadt Dresden, Mitteilung vom 02.08.2026
03.08., 12:30
Die Bürgschaftsbank Sachsen bietet ab sofort schnelle Kreditabsicherung: Anträge auf die neue »24-Stunden-Bürgschaft« werden innerhalb eines Werktages bewilligt.
Die Bürgschaftsbank Sachsen (BBS) hat ein neues Finanzierungsprogramm gestartet. Mit der »24-Stunden-Bürgschaft« können sächsische Unternehmen schneller an Fremdkapital gelangen. Anträge werden über die Hausbank bei der BBS eingereicht und innerhalb von 24 Stunden entschieden.
Eckdaten des Programms
Die maximale Kredithöhe beträgt 375.000 Euro. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit Sitz in Sachsen oder mit Investitionsort im Freistaat. Das Verfahren läuft vollständig papierlos ab. Das Programm basiert auf einem Bewilligungsmechanismus, der bereits während der Corona-Zeit erprobt wurde.
Mit dem neuen Angebot reagieren das sächsische Finanz- und das Wirtschaftsministerium auf veränderte Kreditvergabeprozesse bei lokalen Banken. Die Bürgschaft ermöglicht Unternehmen, Investitionen etwa in digitale Lösungen schneller umzusetzen.
Quelle: Medienservice Sachsen, Mitteilung vom 3. August 2026
01.08., 01:00
Wirtschaft, Wissenschaft und Institutionen aus Sachsen unterstützen die Gründung eines langfristigen Investitionsinstruments zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts.
Bei einem Treffen am 27. November in Leipzig kamen erstmals zahlreiche Unterstützer der Initiative zur Zukunftsstiftung Sachsen zusammen. Vertreter von Unternehmen, Start-ups, Wissenschaftseinrichtungen und Wirtschaftsverbänden diskutierten über Möglichkeiten, die sächsische Wirtschaft strukturell zu stärken und unabhängiger von politischen Haushaltszyklen zu machen.
Breite Unterstützung aus allen Regionen
Die Unterstützerliste umfasst nach Angaben der Initiatoren inzwischen etwa 120 Organisationen aus ganz Sachsen. Darunter sind Industrieunternehmen aus Leipzig, Dresden und Chemnitz, Mittelständler, Wissenschaftsakteure wie die HHL Leipzig und TU Dresden Excite sowie alle drei Industrie- und Handelskammern des Freistaats.
Christiane Kilian von der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) verwies auf Erfahrungen aus dem Nachbarland: "Flexible, stiftungsbasierte Beteiligungsinstrumente können großen Nutzen bringen – gerade bei Innovation, Gründungen und Technologietransfer."
Die Initiative kündigte an, den Dialog mit Landtag und Staatsregierung auszubauen und die Gründung der Stiftung aktiv voranzutreiben.
Quelle: Pressestelle IHK zu Leipzig, Mitteilung vom 27. November 2025.